Dienstag, 01. März 2011
„Warum gibt es Streit um die Neue Potsdamer Synagoge?"
Sonntag, 6. März 2011, 18 Uhr, Französische Kirche Potsdam
In Potsdam gibt es einen heftigen Streit um den Bau einer neuen Potsdamer Synagoge. Die Fronten scheinen verhärtet und sind für Außenstehende teilweise schwer nachvollziehbar. Dabei ist das Bauvorhaben eine wichtige Angelegenheit für die ganze Stadt. Die kritischen Stimmen nicht zuzulassen, wie jüngst geschehen, ist nicht im Sinne einer offenen und toleranten Stadt der Bürgerschaft. Wir laden Sie herzlich zu einem informativen Abend ein, der zunächst einen Sprachraum bieten soll im Sinne eines toleranten Umgangs miteinander. Wir wollen damit eine Grundlage schaffen für den nötigen Dialog der Konfliktparteien untereinander, der einsetzen muss, wenn es eine Synagoge aller Mitbürger/innen jüdischen Glaubens und für alle Potsdamer/innen werden soll. Deswegen sind auch ausdrücklich alle Vertreter der Konfliktparteien und alle interessierten Potsdamer/innen herzlich eingeladen.
Es handelt sich bei der Veranstaltung weder um eine Podiumsdiskussion noch um eine Diskussionsveranstaltung im klassischen Sinne. Wir wollen damit eine Einladung zu einem wieder aufzunehmenden Dialog geben. Unser Verein selbst hat zu dem Bauvorhaben keine Position und wird diese auch nicht einnehmen. Wir sehen wohl aber einen dringenden Gesprächsbedarf der Konfliktparteien untereinander und haben uns entschlossen diesen Abend als erstes Angebot eines „Ins-Gespräch-kommen" anzubieten. Dabei sollen eben jene zu Wort kommen, die scheinbar derzeit kein Gehör finden, aber auch Vertreter der Gegenseite. Selbstverständlich soll der Bauverein dabei zu Wort kommen können. Wir wollen aber entgegen typischer Diskussionsveranstaltungen die Positionen der Parteien darlegen und danach miteinander ohne großes Podium und Öffentlichkeitsinszenierung ins Gespräch kommen, eben bei Tee und Kuchen. Vielleicht lassen sich dann erste Ansätze für einen Dialog oder auch einen Runden Tisch finden. Aber eben unaufgeregt und zielgerichtet und nicht über die Medien, wie bisher.
Moderation: Hans-Ulrich Schulz (Generalsuperintendent i.R.)
Es sprechen:
- Ud Joffe (Dirigent, Vorsitzender der Synagogengemeinde Potsdam)
- Dipl.-Ing. Ulrich Zimmermann (Bürgerinitiative Mitteschön)
- Jana Kadegis (Richterin, Antragstellerin für eine Mitgliedschaft im Bauverein Neue Synagoge Potsdam e.V.)
- Vertreter des Vereins Neues Potsdamer Toleranzedikt
- Vertreter der anderen Konfliktparteien und interessierte Bürger/innen
Im Anschluss wird eingeladen, bei Tee und Gebäck miteinander ins Gespräch zu kommen.
Eine Veranstaltung des Vereins Neues Potsdamer Toleranzedikt mit freundlicher Unterstützung der Französisch-Reformierten Gemeinde Potsdam.